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město Nové Město nad Metují
Nové Město nad Metují

Häuser an der Ostseite des Hus-Platzes

Gebildet durch die Häuser Nr. 1212-1226. In den Häusern Nr. 1225 und 1226 sind heute das Museum und das Tourismusinformationszentrum untergebracht.

Východní fronta domů na Husově náměstí

Haus Nr. 1220

Das Haus wird schon im Jahre 1507 erwähnt. 1526 entstand hier das Feuer, welches die ganze Stadt vernichtete. Das Haus wurde zwischen 1531 bis 1536 wieder aufgebaut. Ein Jahr später gibt es eine Erwähnung über die Stirnseite. Das Haus hat eine dreiachsige Fassade. Der gewellte Giebel wird durch profilierte Simse eingerahmt. Der Laubengang hat zwei Kreuzfelder mit Graten und zwei Halbkreisarkaden. Die atypische Disposition des Erdgeschosses hat vorne rechts eine Halle mit Halbkreistonnengewölbe mit Knotensegmenten, in der Mitte eine spätbarocke Spindeltreppe, hinten einen breiten Durchgang mit barockem Segmentgewölbe. Links vorne ist eine Halle mit Halbkreistonnengewölbe mit Knotensegmenten, in der Mitte die schwarze Küche, hinten eine auffallend schmalere Kammer mit Tonnengewölbe mit nicht übereinstimmenden Segementen mit Graten. Das Obergeschoss ist neuzeitig.   

Haus Nr. 1225 – Fleischbänke und Schule – Stadtbehörde – Vereinshaus – Informationszentrum

In diesem Haus waren ehemals die Fleischbänke und die Schule, danach die Stadtbehörde, jetzt ist es Vereinshaus und Sitz des Direktors des Stadtmuseums. Die Topografie dieses Raums zur Zeit der Stadtgründung ist unklar. Vor dem Brand stand hier eine Reihe mit vier bis sechs Häusern, von denen eins wohl die Schule war.

Nach dem Brand wurde hier nach dem Jahr 1526 ein Holzhaus für die Fleischbänke und benachbart, in Richtung Kirche, eine Holzschule erbaut. Aus der Zeit vor dem Brand blieb nur ein gotischer Keller, der mit der Disposition des späteren, gemauerten Hauses nicht zusammenhängt.

Der heutige Bau stammt aus der Phase der jüngeren Renaissance, den Jahren 1589 bis 1591. Im Jahre 1591 war der Bau soweit fortgeschritten, dass die Fleischbänke wieder funktionieren konnte, aber die restlichen Arbeiten zogen sich bis ins Jahr 1595, denn erst in diesem Jahr wurde die Schule feierlich eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Sie befand sich im ersten Geschoss des Gebäudes.

Offensichtlich wurde zuerst mit dem Bau der Fleischbänke und der Schule gesondert gerechnet. Die Schule musste in der Nähe der Pfarre sein und weil in dieser Ecke des Platzes nur noch wenig Platz war, wurde die Schule direkt auf den Fleischbänken erbaut.

1825 wurde der Hintertrakt um das zweite Geschoss erhöht, die Giebel zum Platz wurden später abgetragen. Im Hintertrakt der Fleischbänke befand sich eine Schlächterei. Sie wurde 1863 abgeschafft und es wurde ein geeigneter Platz gesucht – auf dem Hof hinter der Kirche, dann hinter dem Kloster, 1873 im Haus 1041 und ab 1895 auf Entwurf von František Marvart auf dem Špítalský kopec in einem neuen Gebäude. 1864 wurde auch der Vordertrakt des Gebäudes um das zweite Geschoss erhöht. Im Jahre 1874 wurden die Fleischbänke geschlossen und die Metzger teilten das Fleisch in den Vorhäusern, wo sie Klötze und Fleischerhaken hatten. Als letzter zog im Jahre 1893 František Škvara in die eigene Fleischerei. Der Umbau in die Stadtbehörde verlief 1893 im Zusammenhang mit der Eröffnung der neuen Schule in der Straße Dlouhá (Komenského) ulice.

Das Gebäude steht frei am Flügel des Ostblocks des Platzes, schon ohne Laubengänge. Zwischen ihm und dem Haus Nr. 1224 führt eine enge Gasse. Beide Häuser sind durch Bögen verbunden. Die Renaissancefassade des ursprünglich eingeschossigen Gebäudes ist auf Abbildungen des Jahres 1850 (siehe Tomeks kolorierte Zeichnung in der Rydlchronik). Das Gebäude hatte im Erdgeschoss eine große gewölbte Einfahrt in die Fleischbänke. An der Hausecke ist es mit zweiflügliger Sonnenuhr mit Aufschrift Hora ruit, respice finem. Iuste vive et cole Deum (Die Uhr läuft, denke an das Ende. Lebe gerecht und ehre Gottes) ausgestattet.

 
Hora ruit, respice finem...
 

Die Attika mit drei Fenstern und Voluten an den Seiten wurde durch einfach profilierten Sims vom Geschoss und zwei dreieckigen Giebeln abgeteilt. Das Erdgeschoss hat die ursprüngliche Disposition mit Mittelschiff und anliegenden Fleischbänken. Hinter einer starken Wand schließen drei Räume, verbunden durch halbrunde Laubengänge und Zugängen vom Hof an. Das Erdgeschoss hat ein Kreuzgewölbe mit Graten. Vom Obergeschoss, noch unlängst durch Außentreppe von der Südseite zugänglich, sind nur die ursprünglichen Außenmauern erhalten und es war offensichtlich ein einfacher Dreiertrakt mit flacher Decke.

Das Doppeldach mit Dachkehle in der Mitte war mit Türmchen mit Glocke zum Herbeirufen der Schüler geschmückt. Wann der Turm abgebaut wurde, ist nicht bekannt. Ansonsten hatte das Gebäude ähnliches Aussehen wie die übrigen Häuser auf dem Platz. Der Brand im Jahre 1724 vernichtete die Schule. Bei Wiederaufbau wurde die Holztreppe durch eine Steintreppe ersetzt.

Eine Verbesserung der Innenräume verlief in den Jahren 1810 bis 1814. Der Lehrer hatte nun beispielsweise schon eine Wohnung mit zwei Zimmern. Das Gebäude wurde niemals verkauft und so fehlt der Vergleich der Baukosten mit dem Marktkurs, aber der umbaute Raum entspricht dem Durchschnitt. In der Innenausstattung fehlen der teure Welscher Kamin über der schwarzen Küche und unterwölbtes Treppenhaus, aber demgegenüber war das Haus mit Außentreppe ausgestattet und im Unterschied zu einer Reihe von Bürgerhäusern hat es ein konsequent gewölbtes Erdgeschoss mit solidem Kreuzgewölbe.

Im Jahre 1893 wurde das Rathaus im Haus Nr. 1209 geschlossen und die Stadtbehörde zog in das adaptierte Gebäude Nr. 1225. Im Erdgeschoss wurde anstelle der Fleischbänke die Feuerwehr eingerichtet. Dies war durch die hohe und breite Einfahrt möglich. Im Obergeschoss wurden die Büros und darüber der Sitzungssaal, die Stadtsparkasse und die Wohnung für den Geistlichen eingerichtet.

1924 und 1925 wurden das Rathaus und dabei auch der Sitzungssaal rekonstruiert. Damals wurden Wandmalereien und Aufschriften entdeckt, die davon zeugen, dass sich die Schule dreihundert Jahre in diesem Gebäude befand. Z.B. das Bild eines Mannes und die Aufschrift: Si fas est omnes pariter pereatis avari (Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, werdet ihr Geizigen alle umkommen). Am Fenster sind dann mit rotem Klumpen die Buchstaben: W S P geschrieben. Es gab noch weitere Aufschriften und Malereien, aber noch mehr beschädigte.

Im Jahre 1981 wurde das Gebäude umgebaut. Die Außentreppe wurde nicht mehr genutzt, die Feuerwehr zog aus und aus diesen Räumen wurde eine Eingangshalle gestaltet, von der eine Treppe in das erste Geschoss führt. Die Jahre 1994-1995 waren im Zeichen einer neuen Rekonstruktion, verbunden mit Austausch der Eingangstür, Fenster, des Daches und einer neuen Fassade.  

Haus Nr. 1226 – Wallhaus – Stadtmuseum

Erstmals im Jahre 1539 erwähnt. Als Hinterhaus Nr. 1224 wurde es in den Jahren 1536 – 1539 an die spätgotische Bastei angebaut, die Bestandteil der Stadtbefestigung war. In diese Zeit gehört der Grundorganismus des Hauses im Erdgeschoss und im Obergeschoss. Die Malereien an den Fenstergewänden gehören in das zweite Viertel des 18. Jahrhunderts. Sie haben Porträtmotive in Kartuschen.

Wie schon angedeutet ist das Haus Bestandteil der Halbzylinderbastei. Masse, Gliederung und Gewölbe des ursprünglich eingeschossigen Gebäudes sind erhalten. Der Vordertrakt deckt mit Tonnengewölbe die Gasse hinter dem Haus Nr. 1224 ab. Die Renaissanceeingangshalle mit gekappt profiliertem Gewände am rechteckigen Portal hat Tonnengewölbe und ein Kreuzfeld mit Graten. Der Raum links hat Kreuzfelder und drei Segmente mit Graten in einer Aussparung der Bastei. Im Obergeschoss hat der Raum über der Durchfahrt ein Tonnengewölbe. Der Keller fehlte ursprünglich offensichtlich.

Dieses Haus wurde im Jahre 1569 vom Haus 1224 abgetrennt.

Hier war noch unlängst das Stadtarchiv untergebracht. Es ist Glück, dass es in das Kreisarchiv umgezogen ist, denn in der feuchten Umgebung unterlag es dem Verderben. Mitte der 90. Jahre des 20. Jh. wurde das Haus für Stadtmuseum und Dauerausstellung renoviert. 

 
Stadtmuseum
GPS: 50° 20′ 39.73″N  16° 9′ 7.644″E in der Karte darstellen

Kategorie

städtische Denkmalschutzgebiete

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