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Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Hus-Platz

Die Kirche Heilige Dreifaltigkeit hat keine Nummer und eröffnet den Häuserblock an der Südseite. Sie ist fest mit dem Haus Nr. 1227 verwachsen. 

Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Hus-Platz

Jan Černčický rechnete bei Stadtgründung weder mit Kirche noch Pfarre, da beide in Krčín waren. Anstelle der heutigen Kirche stand auf Steinfundamenten ein Holzwohnhaus, ähnlich wie die übrigen.

Für die Stadtbewohner war die Kirche in Krčín recht weit, das war der Grund, warum der Stadtrat im Jahre 1513 das genannte Haus kaufte und nach Abriss des Holzteiles zum Kirchenbau überging. 1519 war der Bau fertiggestellt. Die Baugeschwindigkeit wurde durch reiche Spenden ermöglicht. Im Jahre 1522 wurde der regelmäßige Gottesdienstwechsel in Krčín und Nové Město abgemacht. Ab 1523 diente die Kirche voll ihrem Zweck. Die neue Kirche hatte einen fast quadratischen Grundriss, war gemauert, hatte einen freien Dachstuhl ohne Decke. Der Turm stand noch nicht, an seiner Stelle war ehemals die Sakristei. An die Kirche wurde schrittweise Immobilienbesitz, wie der erste Garten auf Bořetín und die Wiese auf Provaznice angegliedert.

Das Feuer im Jahre 1526 erfasste auch die Kirche. Alles aus Holz, vor allem der Dachstuhl und die Deckung brannten nieder, nur die Wände blieben. Hier hatte die Kirche gegenüber den übrigen Bürgerhäusern einen Vorteil. Für die Maurer gab es nicht viel Arbeit. Die Holzteile wurden schnell ersetzt und schon 1527 diente sie wieder ihrem Zwecke. Sie hatte ein Schindeldach mit Ziertürmchen. 1528 wurde sie fertiggestellt und die Fenster verglast. Für die Reparatur kamen Spenden, auch aus entfernteren Orten zusammen. 

Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Hus-Platz

Im Jahre 1528 wurde die Kirche verlängert und eine Empore oder auch Kirchenchor eingebaut. Im Jahre 1530 wurde mit dem Bau des Turms begonnen. Er wurde an den Südteil der Kirche, an das Presbyterium angebaut. Es ist ein gewaltiger, hoher, kantiger Bau, fast quadratischen Grundrisses. Die Fertigstellung der Kirche und des Turms wird dem Jahr 1541 zugeordnet, als sie ein Jahr davor durch Anregung von Jan von Pernštejn gründlich umgebaut wurde. Die damalige Gestalt ist bis heute erhalten.

Der Turm hat eine Galerie, einen Helm und zur Festigung ist er durch einen Bogen mit der Stadtmauer verbunden. Früher wohnte darin der Turmwächter. Am Kirchturm wurde die Gemeindeuhr angebracht mit der Glocke „Wecker“. Weil die Uhr alljährlich eine Reparatur benötigte, schenkte Jan von Kacov der Gemeinde eine Wiese, die Uhrmacherwiese genannt wurde. Die Uhr schlug auch Viertelstunden. 1584 wurde der Turmdachstuhl abgerissen und neu errichtet. Darunter wurde eine Warte mit vier Fenstern eingebaut, um welche rundherum an allen vier Seiten ein Holzlaubengang mit Geländer angebracht wurde. Heute hängen im Turm drei Glocken aus den Jahren 1542, 1949 und 1994.

Die Kirche hat Kreuzgewölbe und wird durch gotische Fenster geziert. Jan von Pernštejn schenkte ihr 1543 ein Zinntaufbecken. Darauf ist das Pernštejner Wappen mit Auerochsen. Der Dekan Pelhřím Novák verkaufte es aber in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und jetzt befindet sich das Taufbecken im Depositorium des Nationalmuseums. 

1556 machte die Kirche weitere Bauarbeiten durch. An die Außenseite wurde eine abgedeckte Treppe auf den Kirchenchor angebaut und der Innenraum wurde unter das erste Geschoss des Nachbarhauses verlängert.

Ab 1567, als die Pfarre offiziell von Krčín nach Nové Město verlegt wurde, war die Kirche nicht mehr Filialkirche. Aus diesem Anlass kam es zu weiteren Baumaßnahmen.

Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Hus-Platz

Nach dem Brand 1639 wurde ein neuer Dachstuhl errichtet.1677 erhielt die Kirche einen neuen Altar (Heilige Dreifaltigkeit) und eine neue Orgel. 1777 wurden Deckenfresken angeschafft.

Im Jahre 1805 stürzte ein Großteil des Daches ein, es kam aber zu keinen Verletzungen. Unter finanzieller Hilfe des Fürsten Karl von Dietrichstein wurde das Dach repariert und mit Ziegeln gedeckt.

Unter Fürst František Josef von Dietrichstein musste 1817 das baufällige Dach über dem Presbyterium abgenommen werden. Auch dieses Dach wurde repariert und mit Ziegeln gedeckt. Aus dieser Zeit stammt auch das Türmchen. In den Jahren 1821-2 wurde im Zusammenhang mit Änderungen die Krypte abgeschafft und das Fußbodenniveau durch Sandanfuhr und Fliesung erhöht. Der Außenmantel wurde im Jahre 1896 in die heutige Gestalt gebracht.    

Das Kirchenschiff ist rechteckig, daran liegt das polygonale Presbyterium an. Das Dach hat zwei verschiedene Formen. Über dem Presbyterium ist ein Walmdach, die schrägen Dachflächen sind dreieckig. Der große Kirchenraum hat ein Satteldach. Die Westseite der Kirche schloss früher mit Renaissancegiebel mit den bekannten Schwalbenschwänzen ab. Sie wurden im Jahre 1875 abgetragen. Heute ragt die Rückwand nur unwesentlich über das Dach des Dekanats.

Das Innenschiff hat ein Kreuzgewölbe mit eingezogenen Graten.

Durch Aufbau der Kirche erhielt die Stadt eine zweite, sehr bedeutende Dominante. Ihre Silhouette erhebt sich hoch über die Stadt und ist ein würdevoller Partner des Schlosses.

Die Kircheninneneinrichtung stammt überwiegend aus dem 17. Jahrhundert. Die Orgel ist aus dem Jahre 1656 und wurde von Jiří Weindt aus Křešov angefertigt. Zu Beginn war es eine einheitliche Kulisse, aber im Jahre 1851 wurde sie in zwei Teile geteilt. An der Stirnseite des Kirchenchors hängt ein altes Marienbild aus dem Jahre 1726. Es ist interessant, da am unteren Rand die Silhouette unserer Stadt gezeichnet ist und die Hausgiebel haben noch die Pernštejner Ausschweifungen. Dadurch wird, neben der Bauerforschung, auch nachgewiesen, dass dieses Bauelement bei uns in der Pernštejner Zeit angewendet wurde. Das Bild über dem Hauptaltar stammt aus dem Jahre 1691 und stellt die Heilige Dreifaltigkeit dar. Es wurde in Graz gemalt und der Kirche von Graf Jakub von Leslie gewidmet. Im Jahre 1745 wurden die Wände mit Bildern des Kreuzwegs geschmückt. Der heutige Kreuzweg stammt aus dem Jahre 1905. Sie wurden vom in Černčice geborenen akademischen Maler Josef Ladislav Šichan gemalt. Der Hauptaltar ist ein großartiges Barockwerk. Im Jahre 1851 gab ihm der „Staffierer“ Jan Král aus dem Haus Nr. 1050 seinen ehemaligen Glanz zurück. In den Galerien der Geschosse befinden sich, früher unten angebrachte Bilder und weiter Bilder von Václav Hellich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Jan Karel Rojek bestellte. 

Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Hus-Platz

In der Nische im Kirchengemäuer links vom Eingang steht die Plastik des H. Jakub. Diese Sandsteinplastik zierte ursprünglich die Front der Kirche H. Salvátor, wo sie in einer Nische über dem Portal in Richtung des Tors Krajská brána stand. Als die Kirche 1877 abgerissen wurde, ließ der Kaufmann František Smola sie auf eigene Kosten am Dekanat auf einen achteckigen Brunnen stellen, den er dort vorab, ebenfalls auf eigene Kosten, aufstellen ließ. Dieser kleine Brunnen, vorher viereckig, war aus einem Sandsteinblock. Als 1896 die Wasserleitung gebaut wurde, wurden Brunnen und auch Plastik in den Dekanatgarten versetzt. Etwas später wurde die Plastik in den Altan im Dekanatgarten gebracht. Bei der Reparatur der Kirche im Jahre 1922 wurde sie renoviert und auf einen Sockel in die Nische in der Kirchenwand gestellt. Davor ist ein Eisengitter angebracht.

 Im Jahre 1886 wurde die Kirche vom Maler Haněk aus Nový Hradek ausgemalt.

Eine größere Reparatur machte die Kirche unter Dekan Novotný im Jahre 1922 durch. Sie war schon sehr heruntergekommen und die Reparatur konnte nur dank Josef Bartoň – Dobenín erfolgen. Der Dachstuhl musste verstärkt und das Dach gedeckt werden. Es wurde ein Sims angeschafft, den alle Jahre zuvor Bretter ersetzt hatten. Die Kirche wurde neu ausgemalt. Im Jahre 1973 erhielt die Kirche eine neue Fassade. Damals wurde bestätigt, dass die Kirche aus dem gleichen Material wie die Bürgerhäuser erbaut wurde.

Die vorletzte Reparatur der Kirche erfolgte im Jahre 2000. Bei der letzten umfangreichen Reparatur unter Administrator Linhart, im Jubiläumsjahr der Stadt 2001, wurde der Fußboden auf das ehemalige Niveau gesenkt. Gleichzeitig wurden 5 wertvolle Grabplatten (die älteste vom Herrn Jan Stang von Bobersteinu und von Stonsdorf aus dem J.1555 ), Reste von Grabstellen, Keramikscherben aus dem 14. – 16. Jahrhundert, Knochenreste Bestatteter und aus der Urzeit starkwandige Keramik und Gruben von Pfahlbauten (es kann, hinsichtlich anderer zusammenhängender Funde in der Lokalität die Zeit der Lausitzer Kultur vorausgesetzt werden) gefunden. Anschließend wurde die klassische Orgel auf den Stand der letzten Gestalt von Hanisch restauriert.  

 
 
 
 
 
 
 
 

Kirche Heilige Dreifaltigkeit

Die Kirche Heilige Dreifaltigkeit hat keine Nummer und eröffnet den Häuserblock an der Südseite. Sie ist fest mit dem Haus Nr. 1227 verwachsen.